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Bandscheibenvorfall: was tun?

Irgendwann hatte ich auf einmal Rückenschmerzen und kurz darauf begannen undefinierbare Schmerzen, die sich von der Hüfte bis ins Bein zogen und nicht mehr weggingen. Außerdem kribbelte es immer wieder im Fuß. Beim Laufen war es manchmal etwas besser, aber wirklich weg waren die Schmerzen nie. Da ich nicht besonders gerne zum Arzt gehe, habe ich es erst einmal mit rezeptfreien Schmerztabletten versucht, die haben aber kaum geholfen. Langsam schwante mir, dass das nichts Gutes bedeuten kann, zumal fast alle Bekannten, denen ich von meinen Schmerzen erzählte, sofort Bandscheibenvorfall diagnostizierten. Schließlich bin ich dann doch zu meinem Hausarzt gegangen, der dann leider auch ziemlich schnell zum gleichen Ergebnis kam.

Ich war erst einmal geschockt, aber mein Arzt meinte, dass das nicht unbedingt schlimm sein muss, also nicht zwangsläufig eine Operation erforderlich ist. Er riet mir, erst einmal für zwei Wochen die Wirbelsäule zu entlasten und verschrieb mir stärkere Schmerzmittel. Für die nächsten zwei Wochen sollte ich möglichst auf einer harten Unterlage schlafen, auf keinen Fall schwer heben und keinen Sport treiben, bei dem Drehbewegungen erforderlich sind. Wenn überhaupt, empfahl er Schwimmen, da das die Wirbelsäule entlastet. Daran habe ich mich so gut wie möglich gehalten. Nach den zwei Wochen wurde es tatsächlich etwas besser, ganz vorbei war es aber immer noch nicht. Mein Arzt empfahl mir dann Krankengymnastik, um die Bauch- und Rückenmuskulatur zu stärken. Glücklicherweise übernahm meine Krankenkasse für eine Zeit lang die Kosten dafür, das ist aber von Krankenkasse zu Krankenkasse unterschiedlich. Danach habe ich dann noch auf eigene Kosten weiter gemacht, bis die Schmerzen ganz weg waren. Anschließend bin ich in ein Sportstudio gewechselt, das ein spezielles Rückentraining anbietet, außerdem gehe ich möglichst regelmäßig schwimmen. Auch fahre ich jetzt öfter mit dem Fahrrad oder gehe zu Fuß. Bewegung, das habe ich gelernt, ist für die Bandscheiben außerordentlich wichtig. Ich hatte glücklicherweise nur einen leichten Schaden, aber es kann auch schlimmer kommen.

Meine Krankengymnastin hat mich während der Behandlung über die Wirbelsäule und die Bandscheiben aufgeklärt, was ich sehr gut fand. Mir wurde dann erst richtig klar, wie wichtig ist es ist, auf sie zu achten. Wenn man weiß, wie das komplexe Wirbelsäulensystem funktioniert, wird einem einiges klar. Deshalb nachfolgend eine kurze Erläuterung.

Die Wirbelsäule

Die Wirbelsäule wird in fünf Abschnitte eingeteilt. Von oben nach unten sind dies: Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule sowie Kreuz- und Steißbein. Insgesamt hat die Wirbelsäule 34 Wirbel (manchmal auch 35). Die oberen 24 Wirbel sind beweglich, die unteren 10 bis 11 sind miteinander zu Kreuz- und Steißbein verwachsen. Die meisten Wirbel bestehen aus einem Wirbelkörper und einem Wirbelbogen, wodurch in der Mitte ein Hohlraum entsteht. Die Hohlräume aller Wirbelknochen zusammen bilden den Wirbelkanal, der das empfindliche Rückenmark schützt. Zwischen jeweils zwei benachbarten Wirbeln treten die Rückenmarksnerven (Spinalnerven) aus und ziehen sich beispielsweise in die Beine oder in die Arme.

In einer Art geschwungener Bogen verbindet die Wirbelsäule den Kopf mit dem Becken. Von der Seite betrachtet hat sie die Form eines Doppel-S. Die Wirbelsäule selbst ist von einem Stützapparat umgeben, der aus etwa 550 Muskeln sowie aus 400 Sehnen und Bändern besteht. Die Wirbelsäule hat im Wesentlichen die Aufgabe Erschütterungen, die beispielsweise beim aufrechten Gehen vorkommen, abzudämpfen und gleichmäßig auf den ganzen Körper zu verteilen. Somit fungiert sie wie ein Stoßdämpfer eines Autos. Zusätzlich bilden sie wie viele andere Knochen in ihrem Knochenmark Blutzellen.

Die Halswirbelsäule

Die Halswirbelsäule besteht aus sieben relativ kleinen Wirbeln. Der erste Halswirbel wird Atlas genannt. Er besteht im Gegensatz zu den anderen Wirbeln nicht aus einem Wirbelkörper und einem Wirbelbogen, sondern lediglich aus einem Knochenring, der die gesamte Wirbelsäule mit dem Schädelknochen verbindet. Dass der Hals beziehungsweise der Kopf so beweglich ist, kommt daher, dass der Atlas eine besonders bewegliche Verbindung zum zweiten Halswirbel (Axis) hat. Das, was die meisten Menschen im Nacken als kleine Knochenauswölbung ertasten können, ist der siebte und letzte Halswirbel. Als Besonderheit weisen die Halswirbel Querfortsätze mit kleinen Öffnungen auf, durch die die Wirbelaterien verlaufen. Sie entspringen der Hauptschlagader und sind für Blutversorgung des Gehirns von großer Bedeutung.

Die Brustwirbelsäule

Die Brustwirbelsäule besteht aus 12 kräftigen Wirbeln, die als Ansatz für die Rippen des Brustkorbs dienen und durch ein Gelenk mit diesen verbunden sind. Am Ende der Brustwirbelsäule treten die Nerven für die Beine aus.

Die Lendenwirbelsäule

Die fünf Wirbel der Lendenwirbelsäule sind relativ groß, da sie den größten Anteil am Körpergewicht tragen. Aufgrund der hohen Belastung treten besonders in diesem Bereich Gelenkabnutzungen oder Bandscheibenvorfälle auf. Im ersten oder zweiten Lendenwirbel endet das Rückenmark. Durch den Wirbelkanal der Lendenwirbelsäule ziehen sich jedoch sowohl Nerven für die Beine als auch Nerven für das Becken.

Kreuzbein und Steißbein

Die Wirbel des Kreuzbeins sind im Laufe der Evolution zusammengewachsen und bilden nunmehr eine Einheit. Die fünf zusammenhängenden Wirbel des Kreuzbeins sind durch ein Gelenk mit dem Becken verbunden. Auch das Steißbein hat sich im Laufe der menschlichen Entwicklung verändert. Es entspricht quasi dem Schwanzskelett bei den Wirbeltieren. Beim Menschen hat sich dieses Schwanzskelett mit der Zeit zurückgebildet und besteht heute nur noch aus 3 bis 4 oder 5 Wirbeln, die ebenfalls miteinander verschmolzen sind. Hauptsächlich dient es als Ansatzpunkt für verschiedene Muskeln und Bänder des Beckens.

Bandscheiben und Bänder

Die Wirbelsäule ist zwar ein wichtiges Stabilisierungsorgan, aber auch für die Bewegung übernimmt sie eine tragende Rolle. Deshalb müssen die Wirbelkörper einerseits stabil miteinander verbunden sein, andererseits müssen sie aber auch Bewegungen zulassen. Eine zugleich stabile und bewegliche Verbindung ist eine komplizierte Angelegenheit. Bei der Wirbelsäule wird das durch ein System mit mehreren Komponenten gelöst. Zum einen sind jeweils zwei benachbarte Wirbel mit einem Wirbelgelenk verbunden, sodass Bewegung möglich ist. Zum anderen erhält die Wirbelsäule Stabilität durch Bandscheiben, Bändern und Muskeln.

Außer dem ersten und dem zweiten Halswirbel sowie dem Kreuz- und Steißbeinwirbel sind alle anderen Wirbel zwischen den Wirbelköpern durch eine Bandscheibe verbunden. Die Bandscheibe besteht aus einem weichen Kern (Gallertkern), der wie eine hydraulische Kugel funktioniert. Der Kern ist jeweils von einem festen aber elastischen Ring umgeben. Diese Faserringe wirken dem Innendruck des Gallertkerns entgegen.

Die wesentliche Aufgabe der Bandscheiben ist, neben der beweglichen Verbindung der Wirbel, die Abfederung von Erschütterungen, wie sie bei Bewegungen entstehen. Bandscheiben bestehen bei Neugeborenen aus 100 % Wasser, während des Alterungsprozesses nimmt dieser Anteil bis zu ca. 35 % ab. Damit Bandscheiben ihre Elastizität behalten, müssen sie regelmäßig mit Flüssigkeit versorgt werden. Dies geschieht in erster Linie durch Bewegung. Bei Bewegung wird die Bandscheibe be- und entlastet und nur dadurch kann die Bandscheibe Flüssigkeit aufnehmen. Wenn sie zu wenig Flüssigkeit hat, wird der äußere Faserring der Bandscheibe rissig und die Elastizität nimmt ab. Dadurch kann es passieren, dass der Gallertkern nicht mehr in seine neutrale Position gebracht werden kann. Bei einem Wassermangel in den Bandscheiben spricht man von einer Unterernährung der Bandscheibe. Diese kann auch auftreten, wenn die Bandscheiben ständig einer Überbelastung ausgesetzt sind. Durch die Bänder und Muskeln erfolgt die Stabilität der Wirbelsäule.

Die Bandscheibe ist täglich enormen Belastungen ausgesetzt. Normalerweise drücken zwischen 30 bis 50 Kilo auf das Organ. Auch eine kurzfristige Belastung um das Vierfache kann eine gesunde Bandscheibe abfedern. Die Anpassung an die tägliche Belastung lässt sich sogar mit dem Metermaß nachweisen. Die meisten Menschen sind am Anfang des Tages ca. zwei Zentimeter größer als am Abend.

Bandscheibenprobleme

Eine Abnutzung oder Unterernährung der Bandscheiben muss nicht zwangsläufig zu Bandscheibenproblemen führen. Bei einer allmählichen Abnutzung, wie sie der Alterungsprozess mit sich bringt, kann sich das Funktionssystem der Bandscheiben durchaus auf die veränderte Situation einstellen. Das Risiko steigt jedoch je „unterernährter“ die Bandscheiben sind. Bei einem akuten Vorkommnis, beispielsweise eine ungewöhnlich starke Druckbelastung, entstehen hingegen in der Regel starke Schmerzen.

Grundsätzlich wird zwischen Bandscheibenvorwölbung und Bandscheibenvorfall unterscheiden. Bei der Bandscheibenwölbung konnte der Gallertkern beispielsweise nach einer Beugung nicht mehr in seine neutrale Position gebracht werden. Das ihn umgebende Fasergewebe bleibt dabei jedoch unbeschädigt und es tritt kein Bandscheibengewebe aus. Von einem Bandscheibenvorfall spricht man, wenn der äußere Faserring Risse aufweist, durch die Bandscheibengewebe austritt.

In ca. 90% der Fälle treten Bandscheibenprobleme in der Lendenwirbelsäule auf, da dieser Teil der Wirbelsäule am meisten Gewicht trägt. Sind bei einer Bandscheibenschädigung Nerven oder Nervenwurzeln betroffen, wird es schmerzhaft. Beim sogenannten Hexenschuss ist beispielsweise der Sitzbein- oder Hüftnerv (Ischiasnerv) betroffen. Er kann Schmerzen vom Gesäß bis in das Bein ausstrahlen.

Was tun bei einer Bandscheibenschädigung?

Jedenfalls sollte ein Arzt aufgesucht werden, entweder der Hausarzt oder ein Orthopäde. Der Umfang und die Dauer der Therapie richten sich wesentlich nach dem Ausmaß der Schmerzen. Manche Bandscheibenschädigungen bessern sich schon nach ein paar Wochen, andere können sehr langwierig sein. Zur Basistherapie gehören in jedem Fall eine zeitweise Entlastung der Wirbelsäule, Physiotherapie und Schmerzmittel (Tabletten und/oder Spritzen). Auch ein Antirheumatikum kann hilfreich sein. Absolute Bettruhe wird heute hingegen eher kritisch gesehen, weil dadurch die Muskulatur weiter erschlafft und somit die Wirbelsäule noch instabiler wird. Zusätzlich können Wärmepflaster und Wärmegeräte helfen, die Schmerzen zu lindern. Nach der Behandlung des akuten Vorfalls sind auf jeden Fall langfristige Maßnahmen erforderlich. Äußerst wichtig sind eine Stärkung der Rückenmuskulatur und ausreichend Bewegung. Ein operativer Eingriff wird erst dann erforderlich, wenn alle diese Maßnahmen mittelfristig nicht zu einer wesentlichen Besserung führen.

Hexenschuss: wenn es in der Bandscheibe klemmt

Der im Volksmund als Hexenschuss bezeichnete akute Ischias oder auch die akute Lumbago ist ein Leiden, das Menschen unterschiedlichster Altersklassen befallen kann. Als typische Symptome sind ein plötzlicher stechender Schmerz und unter Umständen auch ein Kribbeln in den Beinen zu nennen. Der Hexenschuss kann durch einseitige Belastung oder durch eine falsche Bewegung, aber auch durch einen Unfall oder eine Unterkühlung auftreten. Medizinisch gesehen tritt der Ischiasnerv aus der Bandscheibe aus und wird durch die verspannten Muskeln und die darauf drückende Bandscheibe gequetscht. Daraus folgend kann der Hexenschuss natürlich unterschiedliche Intensitätsgrade aufweisen. In jedem Fall beginnt der Hexenschuss mit dem, was man sich unter dem Wort schon vorstellen kann: Ein plötzlicher stechender Schmerz mit daraus resultierender Bewegungseinschränkung im unteren Wirbelsäulenbereich. Beim leichten Hexenschuss beschränkt sich das Krankheitsbild auch auf diese Phänomene. Bei einem schwereren Krankheitsverlauf tritt ein Kribbeln in den Beinen und im unteren Rückenbereich auf. Wirklich ernst wird es, wenn das Kribbeln eher zum Stechen wird und auch beim Wasserlassen oder beim Stuhlgang auftritt. Spätestens dann wird es Zeit, einen Arzt, also einen Orthopäden aufzusuchen.

Die fachliche Therapie besteht oftmals in der Gabe von Schmerzmitteln, um überhaupt erstmal eine Beweglichkeit wiederherzustellen. Im weiteren Verlauf muss analysiert werden, auf welcher Basis der Hexenschuss auftrat. Das kann eine einseitige Fehlbelastung sein, weil man im Büro arbeitet und die ganze Zeit falsch sitzt. Auch mangelhafte Bewegung kann das Entstehen eines Hexenschusses begünstigen. In diesem Fall ist Krankengymnastik der Schlüssel der Behandlung. Ist der Patient erst einmal wieder schmerzfrei oder zumindest schmerzärmer, kann er mit vorsichtigen Bewegungen beginnen. Diese zielen darauf ab, die paravertebrale, also die seitlich der Wirbelsäule gelegene Muskulatur aufzubauen. Ist diese Muskulatur gestärkt, hat der Ischiasnerv auch nicht die Möglichkeit, aus der Bandscheibe auszutreten, weil er durch die Muskulatur an der Stelle gehalten wird, an der er sein sollte.
Hat der Patient sich verkühlt oder setzt er sich dauerhaft Unterkühlungen des unteren Rückens aus, sollte er natürlich sein diesbezügliches Verhalten verändern. Auch hier wird darauf geachtet, dass er zunächst von seinen Schmerzen befreit wird. Unterstützend wird er Wärmeanwendungen wie Fangopackungen erhalten.
Massagen sind bei jeder Art von Rückenschmerz und Hexenschuss angenehm. Die verspannte Muskulatur wird gelockert. So können auch wieder Bewegungen durchgeführt werden, die ihrerseits wieder die Muskulatur stärken.

Natürlich setzt eine fachgerechte Behandlung in der Regel immer einen Arztbesuch voraus. Nur ein entsprechend ausgebildeter Arzt, in der Regel der Orthopäde, kann anhand unterschiedlicher Diagnoseverfahren ermitteln, was die tatsächliche Ursache des Hexenschusses war. Denn die landläufige Meinung, man habe lediglich etwas zu schwer gehoben und nur deshalb sei der Hexenschuss aufgetreten, ist oftmals nur die halbe Wahrheit. Oft sind es vorhergehende muskuläre Schwächen, die die Symptome überhaupt erst möglich machten. In diesem Fall kann zwar Schonung die Beschwerden lindern. Langfristig kann es aber leicht wieder zu Schmerzen kommen, weil die Ursache, nämlich die Muskelschwäche, nicht beseitigt wurde. Bewegt sich der Mensch also weiter so mangelhaft oder belastet er die Wirbelsäule weiterhin falsch und einseitig, kommt es immer schneller zu Beschwerden.

Handelt es sich lediglich um einen leichten Hexenschuss, kann man aber auch mit Hausmitteln schon ein ganzes Stück weiter kommen. Kirschkernkissen und Dinkelkissen erfüllen mehrere Zwecke. Einerseits kann man sie auf eine individuell gewünschte Hitze erwärmen. Andererseits massieren sie durch ihre Füllung etwas, wenn man sich während des Einsatzes bewegt. Man kann sich auch selbst damit massieren.

Auch ein Rotlicht kann Verspannungen lösen und damit den Schmerz lindern. Gerade über Nacht kann man gute Erfolge erzielen, wenn man zunächst Rotlicht für eine Viertelstunden wirken lässt, um dann den verspannten Bereich mit Wärmesalben einzureiben. Tigerbalm oder andere Wärmesalben können leichte Beschwerden sogar über Nacht verschwinden lassen.
Tagsüber kann man Wärmepflaster anwenden. Auf diese Weise wird recht schnell die Beweglichkeit wieder hergestellt. Diese Wärmepflaster reagieren mit der Haut und halten dann für etwa acht Stunden die beklebte Stelle warm. Dank moderner Verarbeitung können diese auch im Berufsalltag eingesetzt werden, ohne dass sie großartig auffallen.

Auch der Klassiker, die Wärmflasche, kann Besserung verschaffen. Diese kann man bei einem entsprechenden Arbeitsumfeld sogar tagsüber anwenden. Unauffällig in der Beuge des Bürostuhls abgelegt, kann man den Rücken so immer wieder warmhalten.

Gerade während der akuten Schmerzen sollte man zusätzlich darauf achten, dass der Rücken durch Kleidung warmgehalten wird.

Langfristig wird aber nur ein entsprechendes Training und ausreichende Bewegung dafür sorgen, dass derartige Beschwerden erst gar nicht wieder auftreten. Sobald also die Schmerzen nachlassen, sollte man schnellstens mit Sport oder anderer Muskelstärkung anfangen. Das kann im ersten Schritt Spazierengehen sein. Dabei sollte man natürlich den Rücken bewegen und nicht komplett steif laufen. Einige lockernde Bewegungen fordern zum ersten Mal die Rückenmuskeln wieder. Auch spezielle Übungen, die die Rückenmuskeln stärken, können hilfreich sein.
Natürlich gibt es auch besonders förderliche Sportarten. Schwimmen beispielsweise kräftigt ganz unterschiedliche Muskelregionen. Hier sollte man natürlich darauf achten, dass man sich nicht wieder Verkühlungen zuzieht. Entweder achtet man darauf, dass man eher im warmen Wasser schwimmt. Dann besteht gar keine Gefahr. Oder man sorgt nach dem Schwimmen im kalten Wasser dafür, dass man sich entsprechend wieder aufwärmt. Krafttraining im Fitnessstudio kann ebenfalls hilfreich sein. Hier sollte man sich beraten lassen. Nicht jede Übung ist für Anfänger geeignet und falscher Ehrgeiz kann eher schädlich sein. Man kann einfach aufbauend arbeiten. Aber nicht nur extreme Sportarten sind hilfreich. Auch leichte Yoga Übungen oder Pilates stärken die Muskulatur und können beim Verhindern eines Hexenschusses hilfreich sein.

Langfristig sollten gerade Büroangestellte darauf achten, dass sie ihre Wirbelsäule nicht einseitig belasten. Regelmäßige Positionswechsel sind hier der erste Schritt in die richtige Richtung. Aber auch ein entsprechend geformter Stuhl ist eine große Hilfe. Hier sollte in erster Linie der Lumbalbereich, also der untere Rücken unterstützt werden. Aber auch der Nacken sollte nicht vernachlässigt werden. Auch sonst kann man durch eine entsprechende Einrichtung des Arbeitsplatzes eine starke Verbesserung erreichen. Dazu zählt die Sitzhöhe, die Tischhöhe und die Höhe des Bildschirms ebenso wie die Einrichtung des sonstigen Platzes.

In jedem Fall gilt beim Anwenden von Hausmitteln, dass man sich selbst genau beobachten sollte. Werden die Beschwerden gelindert, kann man mit der selbst verordneten Therapie weitermachen. Tritt keine oder keine ausreichende Linderung ein, muss immer ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Kreuzschmerz

Kreuzschmerz! Wer einmal damit zu tun hat, den begleitet er oft ein Leben lang. Bei mir zumindest war das so. Mit 22 hatte ich meinen ersten „Hexenschuss“ mitten in einem Volleyballspiel. Beim Hochspringen zum Block, schoss er rein, danach fiel ich um wie ein gefällter Baum und kam ohne Hilfe nicht mehr auf die Beine. Noch drei Mal hatte ich solche plötzlichen Schmerzereignisse im Rücken, aber viel schlimmer waren die vielen Situationen, in denen sich der Kreuzschmerz ganz langsam anschlich und sukzessive so schlimm wurde, dass er zu fast der gleichen Bewegungsunfähigkeit führte, wie der akute Hexenschuss. Wie oft das passiert ist, seit diesem ersten Hexenschuss beim Volleyball, habe ich aufgegeben zu zählen.

Am hartnäckigsten hat es mich dann mit knapp 30 Jahren erwischt. Monatelang hatte ich mit einem Kreuzschmerz zu kämpfen, der mich nie völlig lahmgelegt hat, der aber auch nicht unter Kontrolle zu bringen war. Die üblichen Behandlungen beim Arzt, Tabletten, Spritze, chiropraktische Eingriffe, Krankengymnastik brachten keine wirkliche Besserung und wenn, dann nur für kurze Zeit. Das Röntgenbild meiner Bandscheibe war unauffällig, eine wirklich organische Ursache war nicht zu finden. Das alles war ganz schlimm für mich, vor allem auch, weil meine sportliche Karriere kurz vor dem Aus stand.

Hilfe fand ich endlich bei einem Arzt, der mich mit einem ganzen Cocktail von Behandlungsarten ganz langsam wieder auf die Beine brachte, der mich aber vor allem lehrte, den richtigen Umgang mit dieser Schwäche meines Körpers zu finden. Nichts was er machte war wirklich neu. Auch hier wurde ich chiropraktisch behandelt, massiert, akkupunktiert, mit Neuraltherapie behandelt, vor allem aber sprach er vor und nach jeder Behandlung lange mit mir und machte mich mit meinem Körper bekannt. Er lehrte mich, auf die Anzeichen zu hören, die mein Körper mir sendet, die Haltung zu bewahren, die mein Kreuz entlastet, die Übungen zu lernen, die ich anwenden kann, wenn ich einen akuten Anfall von Kreuzschmerz habe. Durch ihn habe ich gelernt, aufrecht durchs Leben zu gehen, bei den Sitzpositionen keine Kompromisse einzugehen, beim Liegekomfort im Bett und auch anderswo, immer genau auf den Körper zu hören, denn er gibt genaue Anweisungen, was ihm gut tut und was nicht. Wenn es einem besser geht, dann vergisst man solches Wissen schnell wieder und wird von seinem Körper auch schnell wieder dafür bestraft. Für solche Situationen hat mir mein Arzt einige wenige Rückenübungen gezeigt, mit denen ich seither immer alleine wieder auf die Beine gekommen bin. Einmal hatte ich sogar schon einen Termin mit ihm gemacht, aber dann bin ich doch von selbst wieder aus dem Schmerzkreislauf heraus gekommen und konnte ihn absagen.

Ganz wichtig war für mich auch der Hinweis, dass alles hilft, was die Durchblutung in der Schmerzregion verbessert. Mit Winzigkeiten wie einem recht kratzigen Handtuch, mit dem ich mich nach dem Duschen oder Baden immer abgetrocknet habe oder einer Luffagurke, mit der ich selbst die schmerzende Stelle massiert habe, habe ich wirklich gute Erfahrungen gemacht. Nichts von alldem allein, kann natürlich helfen, wenn man unter akutem Kreuzschmerz leidet, aber alles zusammen, sind Bausteine, mit denen man ganz langsam lernt, mit dieser Schwäche des eigenen Körpers umzugehen.

Natürlich habe ich mich auch mit vielen anderen Menschen ausgetauscht, die ähnliche Probleme hatten und dabei habe ich festgestellt, dass solche Erfahrungen nur in beschränktem Maße übertragbar sind. Jeder muss seinen eigenen Weg finden, mit einer Rückenschwäche umzugehen. Jeder muss wohl auch den Arzt finden, der gerade zu ihm und zu seinem Fall passt. Kein guter Ratschlag kann eine ordentliche Untersuchung durch einen Fachmann ersetzen und jeder Fall von Kreuzschmerz liegt anders, obwohl es so viele Menschen gibt, die darunter leiden. Einiges aber gilt doch für die allermeisten Fälle:
Regelmäßige Gymnastik hilft, wobei jeder die richtigen Übungen für seinen speziellen Fall herausfinden muss. Dabei kann ein Physiotherapeut oder ausgebildeter Übungsleiter für Rückenbeschwerden sehr hilfreich sein. Bei mir sind es nur vier oder fünf Übungen, die ich prophylaktisch etwa drei bis vier Mal die Woche mache und ein kleines Repertoire von vielleicht zehn Übungen, die ich im akuten Fall mache, um mich wieder auf die Beine zu bringen.

Sitz- und Liegepositionen müssen kompromisslos den eigenen Bedürfnissen angepasst werden. Der richtige Schreibtischstuhl, nicht irgendein besonders teurer, sondern der, der zu mir passt. Das kann auch ein großer Gymnastikball sein. Lattenrost und Matratze muss man testen und für eine Schlafsituation sorgen, die volle Erholung für den Rücken bedeutet.
Man muss lernen, Dinge zu tragen und zu heben in einer Art und Weise, wie sie der geschädigte Rücken gut aushält. Ich zum Beispiel trage seit dreißig Jahren nichts mehr in einer Hand. Wenn ich eine Tasche dabei habe, dann ist es ein Rucksack, mit dem ich das Gewicht der getragenen Last gleichmäßig auf beide Schultern verteile.
Ganz grundsätzlich muss man einfach einsehen, dass man mit einem Handicap, einer Schwäche lebt und jederzeit gefordert ist, das Leben so auszurichten, dass die Schwäche nicht die Oberhand gewinnt. Ich bin inzwischen 52 Jahre alt, das heißt ich lebe seit dreißig Jahren mit dem Problem Kreuzschmerz. Ich lebe bewusst damit und gönne mir Vieles, was meinen Rücken stabilisiert und die Schmerzen in Grenzen hält, oft sogar völlig in den Hintergrund treten lässt. So kann ich heute immer noch meinem geliebten Volleyballsport nachgehen. Die Leistungsfähigkeit ist nicht mehr besonders hoch und die Knie tun manchmal weh, aber der Spaß ist immer noch der gleiche wie vor dreißig Jahren. Auch bei meiner Arbeit im Büro und als Heimwerker beim Umbau unseres alten Hauses bin ich durch meine Rückenbeschwerden nicht gehandikapt. Das alles verdanke ich dem Arzt, der mich die richtige Umgangsweise mit meiner Rückenschwäche gelehrt hat. Ihm bin ich bis heute dankbar und ich kann nur jeder Frau und jedem Mann, die sich in ähnlicher Situation befinden, raten, so lange nach dem richtigen Arzt zu suchen, bis man den gefunden hat, der sich genauso einfühlsam auf die persönliche Situation einstellt und den richtigen Weg aus dieser schwierigen Situation weist. Wenn man das schafft und sein Leben auf diese Situation einstellt, dann kann man auch mit einem für Kreuzschmerzen anfälligen Rücken ein sehr schönes, erfülltes und sportlich aktives Leben führen.

Ischias

Der Nervus Ischiadicus ist einer der wichtigsten Nerven des menschlichen Körpers. Er regelt unzählige Muskelfunktionen der unteren Extremitäten. Der Nervus Ischiadicus beginnt in Höhe der Hüfte und verläuft durch den Oberschenkel bis in die Ferse. Ist mit dem Ischiasnerv alles in Ordnung, so spüren wir ihn nicht. Aber wehe, er entzündet sich, ist eingeklemmt oder wird durch einen Unfall verletzt. Dann wissen wir leider auf einmal ganz genau, wo er sitzt. Diese Schmerzen bezeichnet man gemeinhin als „Ischias„. Hinter diesem Begriff verbergen sich die unterschiedlichsten Erkrankungen.

Der aufrechte Gang des Menschen macht ihn anfällig für Rückenleiden und Abnutzung der Bandscheiben. Falsches Bücken, Sitzen und Tragen von Lasten schaden auf Dauer dem empfindlichen Bewegungsapparat.
Bei der chronischen Variante nutzen sich die Wirbelkörper allmählich und schleichend ab, wodurch eine Entzündung der kleinen Nervenwurzeln des Ischiasnervs hervor gerufen wird. Der Schmerz sitzt dabei aber nicht etwa nur im Rücken. Im Zusammenspiel der Beugung der Hüfte und der Streckung des Knies entsteht ein quälender Schmerz, der sich durch das ganze Bein zieht.

Akute Bandscheibenvorfälle werden im Volksmund als „Hexenschuss“ bezeichnet. Dabei sitzt der schier unerträgliche Schmerz in der Rückengegend. Auch diese Art der Erkrankung schadet dem Ischiasnerv, der sich entzünden kann und dann von der Rückenpartie bis in den kleinen Zehen schmerzt.
Chronische Reizungen des Ischiasnervs werden auch durch Rückenverletzungen hervorgerufen.
Auch Weichteiltumore, die auf die Nervenenden drücken, können Schmerzen verursachen.

Ein Wort verbindet man immer wieder mit dem Begriff „Ischias„. Es ist das Wort Schmerz. Um die Lebensqualität zu erhalten oder wieder zu gewinnen, ist die Behandlung beim Orthopäden und dem Physiotherapeuten unabdingbar. Selbst neu aufgetretene leichte Schmerzen sollten umgehend abgeklärt werden, um die Ursachen rechtzeitig erkennen und therapieren zu können.

Therapien für Ischiasleiden gibt es viele. In der modernen Medizin ist man zum Glück nicht mehr wie früher der Meinung, dass ein gewisses Maß an Schmerzen ertragen werden kann und muss. Eine individuelle und effiziente Schmerzbehandlung hat heutzutage gerade bei Erkrankungen des Bewegungsapparats oberste Priorität. Denn Schonhaltung kann Beschwerden entscheidend verschlimmern. Nur die Kombination von lokaler Schmerzlinderung und orthopädischer Behandlung bringt Linderung und Genesung. Ein akuter Ischias erfordert Bettruhe und Wärme.

Später in der Rückenschule zeigt der Therapeut dem Patienten, wie er eine bessere, aufrechtere Haltung einnimmt und sich auf Dauer richtig bewegt. Die erlernten Übungen kann er später alleine durchführen.

Wenn die Krankenkasse eine Badekur genehmigt, helfen eventuell Fangobehandlungen oder schwefelhaltige Quellen.
Es macht wenig Sinn, Ischiasschmerzen ohne Therapie der Grunderkrankung zu behandeln. Ist die Wirbelsäule durch Abnutzung, Fehlstellungen und Verschleiß sehr in Mitleidenschaft gezogen, hilft nur noch eine Operation.

Lassen Sie es nicht so weit kommen, gehen Sie bei Rücken- und Beinschmerzen bitte immer gleich zum Arzt.

Anmerkung der Redaktion:
Bitte beachten Sie auch den Beitrag über den „Hexenschuss„. Kreuzschmerzen oder Rückenschmerzen können sich sowohl als Hexenschuss als auch Ischias ausprägen.

Wirbelsäule und Bandscheiben

Die Wirbelsäule erfüllt für den Menschen die folgenden Aufgaben:
Sie gibt dem gesamten Körper Halt und Stütze und trägt, von der Körpermitte aus verbunden mit allen Teilen unseres Skeletts, den Körper. Sie ermöglicht durch ihre Form und Konstruktion den aufrechten Gang und die uns gegebene, spezifische Beweglichkeit. Außerdem umschließt und schützt die Wirbelsäule das Rückenmark und die dort befindlichen Nervenstränge.

Die zentrale Funktion und Wichtigkeit der Wirbelsäule ist u.a. daraus ersichtlich, dass Verletzungen, bei denen das Rückenmark betroffen ist, zu einer so schwerwiegenden Folge wie Querschnittslähmung führen kann und natürlich auch, weil jede Form von Beeinträchtigung und Schmerzen im Rücken und an der Wirbelsäule die Beweglichkeit und damit auch unsere Lebensqualität empfindlich mindert.

Die Form der Wirbelsäule
Von der Seite aus betrachtet, weist die Wirbelsäule eine Doppel-S-Form auf. Die Halswirbelsäule biegt sich nach vorn, die Brustwirbelsäule nach hinten, die Lendenwirbelsäule wieder nach vorn und die letzten beiden Abschnitte, das Kreuz- und das Steißbein, die zu einer Einheit verschmolzen sind, dann erneut wieder nach hinten.
Diese Form sorgt für einen federnden, elastischen Gang und bewirkt, dass die Erschütterungen beim Gehen und Laufen gut verteilt und gedämpft werden, sodass das Gehirn auch beim Laufen vor allzu starken Erschütterungen geschützt ist.

Ist aus irgendeinem Grund die Elastizität der Wirbelsäule nicht mehr gegeben, dann fällt das sofort auf, und der Volksmund diagnostiziert: „Der läuft, als hätte er einen Stock verschluckt.“; aber der betroffene Mensch leidet.

Der Aufbau der Wirbelsäule und der Wirbel
Die Wirbelsäule ist in fünf Abschnitte unterteilt. Die Halswirbelsäule mit sieben Wirbeln, die Brustwirbelsäule mit 12 und die Lendenwirbelsäule mit insgesamt 5 Wirbeln, das Kreuzbein mit fünf Wirbeln und das Steißbein mit vier bis fünf Wirbelrudimenten bilden das Grundgerüst. Die Wirbel des Kreuzbeines und die Rudimente des Steißbeines sind miteinander verwachsen und somit unbeweglich, während die übrigen 24 Wirbel frei sind.

Die Wirbeln bestehen, mit Ausnahme des ersten Halswirbels (Atlas) aus einem Wirbelkörper und einem Wirbelbogen, zwei seitlichen Querfortsätzen und dem nach hinten gehenden Dornfortsatz.
Die Wirbelbögen bilden den Wirbelkanal, der das Rückenmark und teile des zentralen Nervensystems umschließen und schützen. Die Vorsprünge dienen als Ansatzstellen für Rippen, Muskeln und Bänder.

Die einzelnen Wirbel werden durch 23 Bandscheiben, sechs Bänder über die gesamte Wirbelsäule hinweg und die Rückenmuskulatur verbunden und stabilisiert. Die Wirbelbogengelenke bestimmen die Bewegungsrichtung.

Die Bandscheiben bestehen aus einem festen, äußeren Ring und einem weichen Kern. Sie dämpfen Stöße und Erschütterungen ab und sorgen für die Beweglichkeit, aber auch, gemeinsam mit den Muskeln und Bändern, für die Grenzen der Beweglichkeit.
Eine Funktionseinheit der Wirbelsäule umfasst je zwei Wirbel, die dazwischenliegende Bandscheibe, das Wirbelbogengelenk und die umliegenden Muskeln und Bänder, die im perfekten Zusammenspiel arbeiten, solange sie unverletzt und gesund sind.

Erkrankungen und Schäden im Bereich der Wirbelsäule
Im Bereich der Wirbelsäule gibt es, wie in anderen Körperbereichen auch, die unterschiedlichsten Erkrankungen, angefangen bei Rückenmarksverletzungen und folgender Querschnittslähmung durch einen Unfall, über chronische und fortschreitende Erkrankungen wie Morbus Bechterew, rheumatische Erkrankungen, bis hin zu nicht weiter dingfest zu machenden häufigen Rückenschmerzen der alltäglichen Art.

Im Folgenden meine Erfahrungen mit Rückenschmerzen und Wirbelsäulenproblemen
Wie unangenehm und schmerzhaft es sein kann, wenn eine Störung oder Krankheit eintritt, und sei es auch nur durch eine momentane Überlastung, der die Nerven, welche die Wirbelsäule versorgen, betrifft, habe ich als junge Frau erfahren.
Eine falsche Bewegung (Dehnung) beim Sport und es war so weit: Ich konnte mich nicht mehr aus meiner gebeugten Haltung erheben, nicht mehr richtig bewegen und hatte von jetzt auf gleich starke Schmerzen, sodass ich den Arzt aufsuchen musste. Es war ein Hexenschuss.
Beim Arzt habe ich damals Spritzen gegen die Schmerzen bekommen, durch den Hexenschuss war ich gezwungen, Ruhe einzuhalten und in der Folge wurden mir Fangopackungen, die durch ihre angenehme Wärme wirkten, verordnet. Nach ein paar Tagen waren die Beschwerden abgeklungen.
Ein Arztbesuch ist allerdings immer anzuraten, da auch ein Hexenschuss chronisch werden kann.

Die häufigste Erkrankung der Wirbelsäule: Bandscheibenvorfall
Viel später habe ich miterlebt, dass eine Kollegin einen Bandscheibenvorfall hatte, durch den sie für lange Zeit arbeitsunfähig wurde. Ein Bandscheibenvorfall bedeutet, dass die Bandscheibe oder Teile der Bandscheibe in den Rückenmarkskanal eindringen und dort auf die Nerven drücken. Das kann sehr schmerzhaft sein und sowohl in Arme und Beine ausstrahlen, als auch mit Lähmungserscheinungen und Taubheitsgefühlen einhergehen. Bei der Kollegin halfen weder Schmerzmittel noch andere konservative Maßnahmen, wie Physiotherapie oder Chiropraktik und auch keine Schonung, keine Packungen oder Bäder. Sie musste operiert werden und es dauerte bald ein Jahr, bis sie wieder arbeitsfähig war. Die Operationen werden heute minimal-invasiv, zum Beispiel mithilfe der Lasertechnik durchgeführt.
Nach der Operation hat sich die Kollegin dann wieder erholt und konnte auch wieder arbeiten.

Ursachen
Die Ursachen für Erkrankungen und Schäden am Rücken sind, neben Unfällen und erblicher Vorbelastung heute häufig Bewegungsmangel, einseitige Belastungen und Muskelschwäche. Bei den drei letztgenannten Ursachen ist es gut möglich, zur Vorbeugung und um Schlimmeres zu verhüten, etwas zu tun.

Vorbeugung
Ich bin inzwischen keine junge Frau mehr, und ich habe schon öfter Rückenschmerzen im Lendenwirbelbereich gehabt, vor allem bei Stress und nach Tagen vor dem PC, also bei Bewegungsmangel. Seit letztem Jahr weiß ich, warum. Auch bei mir ist eine Bandscheibe geschädigt, die Unterste. Allerdings ist es noch nicht so schlimm, dass spezifische Maßnahmen nötig wären.

Meine Ärztin empfahl mir, was auch allgemein zur Vorbeugung empfohlen wird: Muskelaufbau durch orthopädische Sportarten, wie Schwimmen, Tanzen, Laufen, Radfahren oder Reiten, wobei ich mich für das Radfahren entschieden habe.
Ergonomie am Arbeitsplatz, das heißt ein Stuhl, der orthopädischen Ansprüchen gerecht wird und Arbeitsflächen in passender Höhe, kombiniert mit einem Wechsel in den Bewegungsabläufen (Gehen, Stehen, Sitzen, Laufen) trägt sehr viel zur bleibenden Rückengesundheit bei.

Nicht jeder Rückenschmerz muss gleich Schlimmes befürchten lassen, aber wenn doch einmal anhaltende oder häufige Probleme oder Schmerzen auftauchen, dann sollte Ihr Arzt der erste Ansprechpartner und Ratgeber sein.

Willkommen auf Inkubator Vectoring

Auf diesen Seiten gebe ich und andere Autoren Tipps für Ihre Gesundheit. Speziell das Thema Orthopädie soll hier näher erläutert werden. Von der Bandscheibe (Hexenschuss, Ischias oder Kreuzschmerzen) bis hin zu den Gelenken wie dem Hüftgelenk, dem Kniegelenk und dem Sprunggelenk erfahren Sie hier von Möglichkeiten, wie Sie beispielsweise altersbedingten Problemen vorbeugen können.  

Dazu muss man wissen wie Gelenke aufgebaut sind, welche Funktionen die Knorpel an den Knochenenden haben und welche Faktoren dazu führen einen Knorpelschaden zu verursachen. Alles in allem ein breit gefächertes Thema. Dazu versuchen wir anschauliches Bildmaterial von iStockPhoto zu veröffentlichen, weil reiner Text auf Dauer doch recht langweilig ist und mancher Fachbegriff auch schon mal ein Staunen verursachen kann.

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Bei den meisten Arthrosepatienten ist eine Alternative zu einer Operation wahrscheinlich nicht gegeben. Da beispielsweise Kniearthrose häufig auf einen vorangegangenen Knorpelschaden zurückzuführen ist und der Knorpel keine regenerativen Fähigkeiten besitzt, ist ein Implantat ein gängiger Eingriff um Schmerzen zu mildern. Aber was passiert nach der Operation? Welches Aufbautraining hat Ihnen geholfen? Welche Tipps hat Ihnen der Facharzt gegeben um schneller wieder auf den Beinen zu sein?

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